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Wie man Eier klöppelt

Man klöppelt Eier auf Styroporeiern in der gleichen Weise, wie man Kugeln auf Styroporkugeln klöppelt. Auch ein Ei lässt sich in der Grube eines Klöppelkissens gut festhalten.



Die Schwierigkeit beim Eierklöppeln ist, dass Styroporeier im Handel von Sendung zu Sendung in Form und Größe variieren, selbst wenn sie vom gleichen Lieferanten kommen. Wenn man für ein Styroporei einen passenden Klöppelbrief gemacht hat, kann man nie sicher sein, dass er auf einem Styoporei aus einer anderen Sendung passen wird. Deshalb macht es keinen Sinn, wenn ich für eine andere Klöpplerin einen Eier-Klöppelbrief herstelle. Die Sache funktioniert nur dann, wenn Sie selber genug Styroporeier für Ihr Vorhaben auf einmal kaufen, und den dafür passenden "Basisklöppelbrief" selber machen. Deshalb beschreibe ich weiter unten, wie man einen Klöppelbrief für ein Ei herstellt.

Alternativ kann man versuchen, ohne Klöppelbrief zu arbeiten. In ihrem Buch Fri Knipling (Borgen, 1984)
beschreibt Jana Novak, wie man eine Kugel ohne Klöppelbrief arbeiten kann. Sie zeichnet direkt auf der Styroporkugel und überzieht die Kugel mit Frischhaltefolie. Die Methode kann man genausogut für Eier verwenden. Wenn man so arbeitet, muss man beim Klöppeln sehr vorsichtig ziehen, um zu verhindern, dass die Nadeln Schlitze in das Styropor schneiden und damit nicht mehr am richtigen Platz stehen.

Besser geht es, wenn man Kugel oder Ei vor dem Zeichnen des Musters mit Tyvek (zu kaufen als nicht zerreissbare Briefumschläge) oder mit einem dichtgewebten Stoff überzieht. Diese halten die Nadeln besser als das Styropor alleine.

Aber für eine regelmäßige, geometrisch-genaue Spitze braucht man einen Klöppelbrief, und die Herstellung eines solchen Klöppelbriefes ist unten beschrieben.




Einen Klöppelbrief für ein Styroporei herstellen:

Styroporei mit Nadeln
1. Mit Streifen Karopapier oder Ähnlichem bereitet man ein Styroporei so vor, dass man es vermessen kann. Die Streifen werden so auf dem Ei mit Nadeln befestigt, dass man dann in 1 cm Abständen von einem Pol aus Nadeln in das Ei stecken kann.
2. Dann misst man den Umfang des Eies bei jedem
Nadelring. Dazu legt man einen Faden um das Ei "bergauf" vom Nadelring und zieht ihn dicht gegen die Nadeln. Mit einem feinen Filzstift markiert man eine Stelle, wo die zwei Enden des Fadens überlappen.
3. Dann misst man den Abstand zwischen den Filzstiftmarkierungen am Faden und das ergibt den Umfang des Eies an diesem Ring. Das Ergebnis trägt man in eine Tabelle mit dem dazugehörigen Abstand vom Pol ein.
4. Mit diesen Daten kann man ein Segment des Klöppelbriefes zeichnen.

Meine Beispieltabelle ist für ein 6 cm Styroporei mit 8 Segmenten im Klöppelbrief:





Abstand vom Pol
am spitzen Ende
des Eies
Umfang des
Eies
Segmentbreite
(für 8 Segmente)
10 mm 58 mm
7.66 mm
20 mm 95 mm
11.78 mm
30 mm 122 mm
15.04 mm
40 mm 137 mm
17.12 mm
50 mm 140 mm
17.20 mm
60 mm 122 mm
15.00 mm
70 mm 85 mm
10.60 mm
80 mm 25 mm
3.14 mm
84 mm
0 mm
0 mm





Das stumpfe Ende des gezeichneten Ei-Segmentes ist unten. Wenn man acht solche Segmente im Kreis mit den stumpfen Enden in der Mitte zusammensetzt - wie im rechten Bild, hat man einen leeren Klöppelbrief, der auf das gemessene Styroporei passt. Darauf zeichnet man die Nadelpunkte usw. des Klöppelbriefes.


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